Rechner Welt

Spritkosten-Rechner 2026

Stand April 2026

Für 500 km mit einem Kompaktwagen (6,5 l/100 km, Super E10 bei 1,85 €/l) fallen 60,13 € Spritkosten an – das sind 12,03 €/100 km. Bei 15.000 km Jahresfahrleistung ergibt das 1.804 €. Enthalten: ca. 488 € Energiesteuer, 232 € CO₂-Abgabe und 288 € Umsatzsteuer. Auf einer Pendlerstrecke 30 km einfach × 220 Werktage = 6.600 km + 24.000 km Privat-Fahrten führen zu 3.720 € Jahreskosten.

10 km5.000 km
3 l/100km20 l/100km
1 EUR/l2,5 EUR/l
15

Spritkosten gesamt

63,00 €

Gesamtkosten
- 63,00 €
Pro Person
- 63,00 €
Kraftstoffverbrauch35.0 Liter
Kosten pro km12.6 ct/km
Kosten pro Person63,00 €
Gesamtkosten63,00 €

Wie hoch sind Ihre jährlichen Spritkosten?

So funktioniert der Spritkosten-Rechner

Der Rechner ermittelt die Kraftstoffkosten für eine Strecke oder ein Jahr aus drei Eingaben: Strecke (km), Verbrauch (l/100 km) und Preis pro Liter. Daraus ergeben sich Gesamtkosten sowie die Aufteilung auf Nettopreis, Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Umsatzsteuer. Die Rechnung ist mathematisch einfach, die Kunst liegt in realistischen Annahmen zu Verbrauch und Preis.

Für belastbare Jahreswerte nutzen Sie den Verbrauchswert aus dem Bordcomputer (oft 5–10 % optimistischer als real) oder besser die letzte Tankrechnung: Liter geteilt durch km zwischen zwei vollen Tankungen. Der Rechner liefert zusätzlich den Preis pro Kilometer – die zentrale Kennzahl für Pendlerabrechnungen und Spesen.

Formel für die Spritkosten

Spritkosten = Strecke (km) × Verbrauch (l/100 km) ÷ 100 × Preis (€/l)

Rechenbeispiel: Fahrt 500 km, Verbrauch 6,5 l/100 km, Preis 1,85 €/l: 500 × 6,5 ÷ 100 × 1,85 = 32,5 l × 1,85 € = 60,13 €. Kosten pro 100 km: 6,5 × 1,85 = 12,03 €. Bei 15.000 km Jahresleistung: 150 × 12,03 = 1.804 € pro Jahr.

Preis-Aufschlüsselung: Was steckt im Liter Benzin?

BestandteilSuper E10Diesel
Rohöl + Raffinerie + Vertrieb75 ct78 ct
Energiesteuer65,45 ct47,04 ct
CO₂-Abgabe (55 €/t)13 ct14,6 ct
Nettopreis153,45 ct139,64 ct
+ 19 % Umsatzsteuer29,16 ct26,53 ct
Zapfsäulenpreis brutto≈ 1,83 €≈ 1,66 €

Werte approximiert für April 2026. Rund 55 % des Zapfsäulenpreises gehen als Steuern an den Staat (Energiesteuer + CO₂-Abgabe + Umsatzsteuer). Der reine Kraftstoffanteil liegt bei ca. 40 %. Preisänderungen von Tag zu Tag schlagen meist auf den Rohölanteil durch.

Was ändert sich 2026 gegenüber 2025?

  • CO₂-Preis: bleibt bei 55 €/t (wie 2025). Die ursprünglich geplante Anhebung auf 65 €/t wurde in den EU-ETS-2-Start 2027 verschoben.
  • Energiesteuer: unverändert 65,45 ct/l Benzin und 47,04 ct/l Diesel.
  • Pendlerpauschale: 30 ct/km ab km 1, 38 ct/km ab km 21 (unverändert zu 2025). Aktuell wird eine Anhebung diskutiert, ist aber für 2026 nicht beschlossen.
  • Rohölpreis: Brent 2026 im Bereich 75–90 $/Barrel, Euro/Dollar-Kurs etwa 1,05–1,12. Geopolitische Ereignisse können kurzfristig 10–20 ct/l bewegen.
  • Ausblick 2027: EU-ETS 2 ersetzt den nationalen CO₂-Preis. Erwartete Preise 80–120 €/t, was Benzin um 7–18 ct/l verteuern würde.

Typische Fehler bei der Spritkostenplanung

  • WLTP-Verbrauch als Realwert ansetzen. Im Alltag liegen Sie 15–30 % darüber. Für Jahreskosten konservativ den Bordcomputer-Schnitt + 10 % nehmen.
  • Pendler-Hin- und Rückfahrt vergessen. 30 km einfache Strecke sind 60 km Fahrleistung pro Arbeitstag. Bei 220 Arbeitstagen 13.200 km nur für den Weg.
  • Dachbox/Träger montiert lassen. Auf der Autobahn steigen dadurch Verbrauch um 15–25 %. Nach dem Urlaub abmontieren spart 150 €+/Jahr.
  • Autobahnpreise unterschätzen. Tanken an der BAB ist im Schnitt 20 ct/l teurer als an der Stadttankstelle – auf einer 1.500-km-Urlaubsfahrt schnell 25–30 € Mehr.
  • Reifendruck zu niedrig. 0,5 bar zu wenig kosten 5 % Verbrauch = ca. 90 €/Jahr bei 15.000 km. Monatliche Druckprüfung ist die günstigste Spritsparmaßnahme.

Tipps zum Spritsparen

Die größte Einsparung bringt die Fahrweise: Früh hochschalten (1.500–2.000 U/min), gleichmäßig fahren, Motorbremse nutzen, Anhalten durch vorausschauendes Rollen vermeiden. Mit Tempomat auf der Autobahn 10 km/h weniger spart 15 %. Wer häufig den gleichen Weg fährt, nutzt Tanken-Apps, die den günstigsten Preis in der Umgebung anzeigen – die Unterschiede zwischen Tankstellen am selben Tag betragen oft 10–15 ct/l.

Strukturelle Maßnahmen: Sprit-Listenvergleich vor Fahrzeugkauf (ein 1 l/100 km niedrigerer Verbrauch spart über 10 Jahre bei 15.000 km rund 2.775 € bei 1,85 €/l). Car-Sharing oder Bahn für Langstrecken prüfen – ICE ist bei Flextickets oft günstiger als Benzinkosten allein. Für Pendler ab 25 km einfache Strecke lohnt sich oft ein Dienstwagen-Leasing über den Arbeitgeber steuerlich.

Beispielrechnungen

EingabeErgebnis
Pendler 30 km × 220 Tage · 6,5 l · 1,85 €/l1.588 €/Jahr
Kompakt 15.000 km · 6,5 l · 1,85 €/l1.804 €/Jahr
Diesel 20.000 km · 5,5 l · 1,78 €/l1.958 €/Jahr
SUV 15.000 km · 9 l · 1,90 €/l2.565 €/Jahr
Urlaubsfahrt 2.000 km · 6,5 l · 1,85 €/l240 €
Vielfahrer 40.000 km · 6,5 l · 1,85 €/l4.810 €/Jahr

Haeufige Fragen

Im April 2026 liegt der Preis für Super E10 bei 1,80–1,95 €/l, Super E5 bei 1,85–2,00 €/l und Diesel bei 1,72–1,88 €/l – je nach Region und Tageszeit. Die günstigste Zeit zum Tanken liegt typischerweise zwischen 20 und 22 Uhr, die teuerste gegen 6–8 Uhr morgens. Autobahntankstellen liegen rund 15–25 ct/l über den Tagespreisen. Der Preis enthält ca. 65 ct/l Energiesteuer, 15–17 ct/l CO₂-Abgabe und 19 % Umsatzsteuer.
Die Formel lautet: Spritkosten = Strecke (km) × Verbrauch (l/100 km) ÷ 100 × Preis (€/l). Beispiel: 500 km × 6,5 l ÷ 100 × 1,85 € = 60,13 €. Der Rechner teilt die Kosten auf Benzin, Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Umsatzsteuer auf. Für Rundreisen die Hin- und Rückstrecke addieren oder den Reisetyp „Rundreise" auswählen.
Bei 15.000 km Jahresfahrleistung und 6,5 l/100 km Verbrauch fallen bei 1,85 €/l rund 1.804 € Spritkosten pro Jahr an. Faustregeln: Kleinwagen bei 10.000 km: ca. 900–1.100 €/Jahr, Kompaktklasse 15.000 km: 1.600–1.900 €/Jahr, SUV/Van 15.000 km: 2.100–2.700 €/Jahr, Vielfahrer 30.000 km: 3.500–4.500 €/Jahr. Ein E-Auto mit Hausladung spart davon in der Regel 55–70 %.
Der nationale CO₂-Preis liegt 2026 bei 55 €/t CO₂ (wie 2025). Auf Benzin aufgeschlagen sind das ca. 15,4 ct/l, auf Diesel ca. 17,3 ct/l brutto (inkl. Umsatzsteuer). Ab 2027 übernimmt der EU-ETS 2 die Preissetzung – Schätzungen reichen von 80–120 €/t, was Benzin um weitere 7–18 ct/l verteuern würde. Die CO₂-Abgabe ist Teil des Zapfsäulenpreises, nicht separat ausgewiesen.
Der WLTP-Wert (vom Hersteller angegeben) wird unter genormten Prüfbedingungen ermittelt. Im Alltag liegen Sie meist 15–30 % darüber: Kurzstrecken, Stadtverkehr, Anhängerbetrieb, Bergstrecken und Winterkälte erhöhen den Verbrauch spürbar. Faustregel: WLTP × 1,2 ist realistischer Jahresdurchschnitt. Bei sehr sparsamer Fahrweise ist WLTP erreichbar, bei sportlicher Fahrweise 1,4×-Faktor typisch. Für die Spritkostenplanung lieber konservativ rechnen.
E10 enthält bis zu 10 % Bioethanol und ist ca. 4–6 ct/l günstiger als E5. Verträglichkeit: Fast alle Benziner ab Baujahr 2011 sind E10-freigegeben; ältere Fahrzeuge finden in der DAT-Liste ihre Freigabe. E10 hat minimal weniger Energiegehalt (ca. 1,5 %), das führt zu 0,5–1 % höherem Verbrauch – der Preisvorteil bleibt deutlich positiv. Wer unsicher ist, fragt beim Autohersteller oder in der Bedienungsanleitung nach.
Ja, auf drei Wegen: (1) Pendlerpauschale nach § 9 EStG: 30 ct/km (erste 20 km) bzw. 38 ct/km (ab 21. km, bis 2026) für einfache Strecke Wohnung–Arbeitsstätte. (2) Dienstreisen mit Privatfahrzeug: 30 ct/km als pauschale Werbungskosten oder tatsächliche Kosten (Tankbelege, Fahrtenbuch). (3) Bei Selbständigen: tatsächliche Kfz-Kosten anteilig (Fahrtenbuch) oder 1 %-Regel für Dienstwagen.
Moderate Entwicklung: Die CO₂-Abgabe bleibt bei 55 €/t (unverändert zu 2025). Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bleibt stabil bei 65,45 ct/l bzw. 47,04 ct/l. Was Preise bewegt, ist vor allem der globale Ölpreis (Brent, Raffineriemargen) sowie Euro/Dollar-Kurs. Geopolitische Risiken (Nahost, Russland) können kurzfristig 10–20 ct/l verursachen. Langfristig wichtig: Ab 2027 startet EU-ETS 2 mit deutlich höherem CO₂-Preis.
Der Rechner multipliziert Strecke, Verbrauch und Preis mathematisch exakt. Abweichungen zur Realität entstehen durch: (1) unterjährige Preisschwankungen (bis 15 ct/l zwischen Monaten), (2) Verbrauchsschwankungen (Sommer/Winter, Stadt/Autobahn), (3) Tankstellen-Preisunterschiede (bis 20 ct/l zwischen günstigster und teuerster Tankstelle am gleichen Tag). Für Jahresplanung Durchschnittspreise aus 3–6 Monaten Tankbelegen verwenden, dann ist der Rechner ±3 % genau.
Die größten Hebel: (1) Spritsparende Fahrweise – frühzeitig hochschalten, gleichmäßig fahren, vorausschauend rollen spart 10–15 %. (2) Reifendruck 0,2 bar über Herstellerangabe senkt den Verbrauch um 3–4 %. (3) Dachgepäckträger abmontieren – kostet sonst bis zu 20 % Mehrverbrauch auf der Autobahn. (4) Kurzstrecken vermeiden oder bündeln – der Kaltstartverbrauch liegt 30–50 % über Warmlauf. (5) Günstigste Tankstelle vor dem Tanken prüfen (Apps mit Zapfsäulenpreisen).

Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.

Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: EnergieStG – Energiesteuergesetz, BEHG – Brennstoffemissionshandelsgesetz, Bundeskartellamt – Markttransparenzstelle Kraftstoffe, ADAC – Kraftstoffpreise