Rechner Welt

E-Auto vs. Benziner Rechner 2026

Stand April 2026

Bei 15.000 km/Jahr und 5 Jahren Haltedauer liegt das E-Auto (VW ID.3 Pro, 40.000 €, 17 kWh/100 km, Hausladung 30 ct/kWh) bei rund 8.900 €/Jahr Gesamtkosten. Der vergleichbare Benziner (VW Golf 1.5 TSI, 32.000 €, 6,5 l/100 km, 1,85 €/l) kostet 9.600 €/Jahr. Der 8.000 € höhere Kaufpreis amortisiert sich nach etwa 4,5 Jahren – plus THG-Quote (ca. 90 €/Jahr) und Kfz-Steuerbefreiung bis 2030.

5.000 km50.000 km
1 Jahre10 Jahre

E-Auto

15.000,00 €80.000,00 €
10 kWh/100km30 kWh/100km
15 ct/kWh50 ct/kWh
100,00 €1.500,00 €

Benziner

10.000,00 €60.000,00 €
4 l/100km15 l/100km
1,2 EUR/l2,5 EUR/l
200,00 €2.000,00 €

Ersparnis E-Auto (5 Jahre)

2.475,00 €

E-Auto gesamt
- 41.725,00 €
Benziner gesamt
- 44.200,00 €
E-Auto Gesamtkosten41.725,00 €
davon Energie4.725,00 €
E-Auto/Monat695,42 €
Benziner Gesamtkosten44.200,00 €
davon Kraftstoff9.450,00 €
Benziner/Monat736,67 €
Differenz2.475,00 €

Wie viele Kilometer fahren Sie pro Jahr?

So funktioniert der E-Auto-vs-Benziner-Rechner

Der Rechner stellt die Gesamtbetriebskosten (TCO) über die geplante Haltedauer gegenüber: Anschaffungspreis, Energiekosten, Wartung, Kfz-Steuer und Wertverlust. Sie geben für beide Fahrzeuge Kaufpreis und Verbrauch ein, dazu Ihr Fahrprofil (Jahreskilometer, Haltedauer). Der Rechner ermittelt Jahreskosten, Gesamtkosten und die Amortisationszeit des E-Auto-Mehrpreises.

Für das E-Auto ist der Ladepreismix entscheidend – wer zu Hause laden kann, fährt deutlich günstiger als öffentlicher Lader. Die Bonusposten THG-Quote (70–100 €/Jahr) und Kfz-Steuerbefreiung nach § 3d KraftStG bis 2030 gelten nur für reine E-Autos, nicht für Plug-in-Hybride.

Formel für die Energiekosten pro 100 km

E-Auto: kWh/100 km × Strompreis (€/kWh) = €/100 km
Benziner: l/100 km × Preis (€/l) = €/100 km

Beispiel E-Auto: 17 kWh × 0,30 €/kWh = 5,10 €/100 km. Mit Ladeverlusten (+10 %) real 5,60 €. Beispiel Benziner: 6,5 l × 1,85 €/l = 12,03 €/100 km. Differenz pro 100 km: 6,43 €. Bei 15.000 km/Jahr macht das einen Energiekostenvorteil von 965 € zugunsten des E-Autos.

Rechenbeispiel: VW ID.3 vs. VW Golf über 5 Jahre

PositionVW ID.3VW Golf TSI
Kaufpreis40.000 €32.000 €
Energiekosten/Jahr840 €1.805 €
Wartung/Jahr500 €850 €
Kfz-Steuer/Jahr0 €120 €
THG-Quote/Jahr−90 €0 €
Wertverlust/Jahr (3.150 Jahr 1, ø 3.400)3.400 €2.900 €
Jahreskosten4.650 €5.675 €
Über 5 Jahre23.250 €28.375 €

Annahme: 15.000 km/Jahr, E-Auto 17 kWh/100 km bei 30 ct/kWh Hausladung, Benziner 6,5 l/100 km bei 1,85 €/l. Ersparnis E-Auto: 5.125 € über 5 Jahre – bei 8.000 € Mehrpreis Amortisation nach rund 4,5 Jahren, danach jeder weitere Monat klar zugunsten des E-Autos.

Was ändert sich 2026 im Vergleich zu 2025?

  • COâ‚‚-Preis Kraftstoff: 55 €/t bleibt (wie 2025), ab 2027 EU-ETS 2 erwartet mit 80–120 €/t – Benzin verteuert sich dann um weitere 7–18 ct/l.
  • Strompreis Haushalt: im Schnitt 30–35 ct/kWh, moderate Steigerung gegenüber 2025 (28–33 ct). Neukundentarife starten ab 25 ct.
  • Dienstwagenbesteuerung: 0,25 %-Regel für reine E-Autos bis 95.000 € Bruttolistenpreis (bis 31.12.2030), darüber 0,5 %. Plug-in-Hybride: 0,5 % nur bei 80 km elektrischer Reichweite und 50 % E-Anteil.
  • Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos bis 31.12.2030 (§ 3d KraftStG). Kauf bis Ende 2025 bringt 10 Jahre Befreiung ab Erstzulassung.
  • THG-Quote: Prämie 2026 bei ca. 70–100 € pro E-Auto und Jahr (Marktpreis schwankt). Antrag über THG-Handelspartner, Auszahlung meist im Folgejahr.

Typische Fehler beim E-Auto-Kostenvergleich

  • WLTP-Reichweite als Alltag ansetzen: Real liegen Sie 15–25 % darunter, im Winter bis 40 %. Für den Verbrauch deshalb 1,2-fachen WLTP-Wert ansetzen.
  • Nur öffentliches Laden rechnen: Wer nie zu Hause lädt, zahlt doppelt so viel wie nötig. Der Rechner sollte den realistischen Lademix abbilden (70–80 % Hausladung ist typisch bei Eigenheim).
  • Wertverlust unterschätzen: Auch 2026 verlieren Fahrzeuge 30–45 % in den ersten drei Jahren. Gebrauchte E-Autos können ein finanziell besserer Einstieg sein.
  • Kfz-Versicherung ignorieren: E-Autos sind oft 5–15 % teurer in der Vollkasko (höherer Neupreis, Batterie-Risiko). Bei der Haftpflicht ist die Differenz geringer.
  • Steuerregelung verwechseln: Die 0,25 %-Dienstwagenregel gilt nur beim reinen E-Auto, nicht beim Hybrid. Für Privatbesitzer ist die Kfz-Steuerbefreiung relevant, nicht die Dienstwagenquote.

Wann lohnt sich ein E-Auto besonders?

Die Wirtschaftlichkeit des E-Autos skaliert mit drei Faktoren: hoher Jahreskilometerleistung, niedrigen Ladepreisen (eigene Wallbox mit PV oder günstiger Nachtstrom) und langer Haltedauer. Ab 15.000 km/Jahr und 6+ Jahren Haltedauer ist das E-Auto fast immer günstiger. Mit Photovoltaikanlage und Batteriespeicher fällt der Ladepreis auf 8–15 ct/kWh – dann liegen die Energiekosten bei 1,50–2,50 €/100 km statt 5,60 €.

Für Vielfahrer, die viel Autobahn fahren und auf öffentliche Schnellladung angewiesen sind, ist der Vorteil geringer. HPC-Laden (ueber 150 kW, 65–85 ct/kWh) bringt die Energiekosten auf 11–15 €/100 km – dicht am Benziner-Niveau. Bei hohem Anteil Autobahnkilometer ueber 50.000 km/Jahr und keiner eigenen Lademöglichkeit lohnt sich oft ein effizienter Diesel noch.

Beispielrechnungen

EingabeErgebnis
Kleinwagen 10.000 km · HausladungE-Auto −450 €/Jahr
Kompakt 15.000 km · HausladungE-Auto −700 €/Jahr
Kompakt 15.000 km · 50/50 Mix LadenE-Auto −280 €/Jahr
Mittelklasse 25.000 km · HausladungE-Auto −1.350 €/Jahr
SUV 20.000 km · HausladungE-Auto −950 €/Jahr
Vielfahrer 40.000 km · HPC-LaderE-Auto −250 €/Jahr

Haeufige Fragen

In den meisten Fällen ja – bei Fahrleistungen über 10.000 km/Jahr amortisiert sich der Mehrpreis des E-Autos nach 4–6 Jahren. Die Stromkosten pro 100 km liegen bei Hausladung (30 ct/kWh) und 18 kWh Verbrauch bei 5,40 €, ein Benziner mit 7 l/100 km und 1,85 €/l kommt auf 13,00 €. Pro Jahr bei 15.000 km ergibt das 1.140 € Energiekostenvorteil. Hinzu kommen niedrigere Wartungskosten (ca. 30–40 % weniger) und die Kfz-Steuerbefreiung bis 31.12.2030.
Moderne E-Autos verbrauchen je nach Klasse: Kleinwagen (Fiat 500e, Renault Zoe) 14–17 kWh/100 km, Kompakte (VW ID.3, Tesla Model 3) 15–19 kWh/100 km, Mittelklasse-SUV (Tesla Model Y, VW ID.5) 18–22 kWh/100 km, Oberklasse (EQS, Model S) 20–25 kWh/100 km. Im Winter liegt der reale Verbrauch um 20–30 % höher – Heizung und Batteriemanagement sind die Hauptursachen. Ladeverluste (ca. 10 %) kommen noch obendrauf, der Rechner berücksichtigt sie.
Haushaltsstrom liegt 2026 bei durchschnittlich 30–35 ct/kWh, Wallbox-Tarife für E-Mobilität 28–32 ct/kWh. Öffentliche AC-Ladesäulen (bis 22 kW) kosten 45–55 ct/kWh, DC-Schnellladen (50–150 kW) 55–75 ct/kWh und HPC-Schnellladen (>150 kW) 65–85 ct/kWh. Mit Ladekarten und Roaming-Verträgen (EnBW, Ionity, Tesla SuC) lassen sich die Preise um 10–20 ct/kWh drücken. Wer überwiegend zu Hause lädt, spart etwa 2/3 gegenüber reinem öffentlichem Laden.
Bei Minustemperaturen sinkt die Reichweite je nach Modell um 20–40 % gegenüber WLTP-Angabe. Ein Auto mit 450 km WLTP-Reichweite kommt im Winter real auf 270–360 km. Gründe: (1) Batteriechemie arbeitet bei Kälte weniger effizient, (2) Innenraumheizung verbraucht 2–5 kW, (3) mehr Lichtstunden, Frontscheibenheizung, Sitzheizung. Wärmepumpe serienmäßig reduziert den Winter-Mehrverbrauch um etwa ein Drittel. Vorheizen am Kabel schont die Batterie und erhöht die Startreichweite.
Der Umweltbonus des BAFA wurde Ende 2023 gestoppt und nicht wieder aufgelegt. Aktuell gibt es: (1) Kfz-Steuerbefreiung für reine E-Autos bis 31.12.2030 (§ 3d KraftStG), (2) Dienstwagen-Besteuerung mit nur 0,25 % des Bruttolistenpreises bis 95.000 € BLP (0,5 % bis 2030), (3) regionale Förderungen für Wallbox und THG-Quote-Einnahmen (2026 typisch 70–100 € pro Jahr pro E-Auto). Eine Neuauflage der Kaufprämie ist politisch diskutiert, aber 2026 nicht beschlossen.
Jährliche Wartungskosten liegen bei reinen E-Autos rund 30–40 % unter denen eines Verbrenners: keine Zündkerzen, kein Motoröl, kein Zahnriemen, kein Auspuff, deutlich weniger Bremsverschleiß durch Rekuperation. Durchschnittliche Werkstattkosten E-Auto: 400–600 €/Jahr, Benziner: 700–1.000 €/Jahr. Achtung bei älteren E-Autos ab 8 Jahren: Batterie kann mit 20.000–40.000 € Tauschkosten zuschlagen, die Restgarantie läuft meist bei 70 % Kapazität oder 8 Jahren/160.000 km aus.
Der nationale CO₂-Preis beträgt 2026 55 €/t (2025: 55 €), das entspricht etwa 15 ct/l Benzin und 17 ct/l Diesel brutto. Ab 2027 startet der EU-ETS 2, in dem der Preis auf geschätzte 80–120 €/t steigen kann – das würde Benzin um weitere 7–18 ct/l verteuern. Parallel steigen Strompreise moderater. Der Kostenvorteil des E-Autos wächst damit tendenziell – wer heute rechnet, sollte für Haltedauer 6+ Jahre die Benzinkosten konservativ mit 2,00–2,20 €/l ansetzen.
Der Rechner stellt Anschaffungs-, Energie-, Wartungs- und Wertverlustkosten beider Antriebe über die Haltedauer gegenüber. Inputs: Kaufpreis, Jahreslaufleistung, Strom- und Benzinpreis, Verbrauch, Wartungskosten. Output: Jahreskosten, Gesamtkosten über Haltedauer, Amortisationszeit des E-Auto-Mehrpreises. Nicht enthalten: Finanzierungskosten, Versicherungsdifferenz (meist ähnlich), THG-Quote (+70–100 €/Jahr beim E-Auto). Für belastbare Entscheidungen mit verschiedenen Halterszenarien durchspielen.
Der anfänglich hohe Wertverlust (2020–2023: 30–40 % nach 3 Jahren) hat sich stabilisiert. 2026 liegt der Wertverlust populärer Modelle (Tesla Model Y, VW ID.3, BMW iX1) nach 3 Jahren bei 35–45 %, Benziner-Vergleichsmodelle verlieren 30–40 %. Die Differenz von 3–5 Prozentpunkten wird bei Haltedauer 5+ Jahre durch niedrigere laufende Kosten mehr als ausgeglichen. Unsichere Restwertprognose betrifft vor allem exotische Marken und sehr frühe Generationen – etablierte Modelle sind inzwischen solide kalkulierbar.
Plug-in-Hybride (PHEV) lohnen sich nur dann wirklich, wenn Sie zu Hause laden können und über 70 % der Kilometer elektrisch fahren. Wer den Stecker nie einsteckt, fährt einen schweren Benziner mit schlechtem Verbrauch (8–10 l/100 km). Für Dienstwagen gilt 0,5 %-Regel nur bei elektrischer Mindestreichweite 80 km (bis 2024: 60 km) und Nachweis von 50 % elektrischem Fahranteil. Reine E-Autos sind bei überwiegender Kurz- und Mittelstrecken-Nutzung die klarere Wahl.

Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.

Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 3d KraftStG – Steuerbefreiung Elektrofahrzeuge, EnergieStG – Energiesteuergesetz, BEHG – CO₂-Preis Brennstoffe, ADAC – Kostenvergleich E-Auto / Benziner