Sachbezug-Rechner 2026
Stand April 2026Bei einem 50-€-Sachbezug pro Monat sparen Mitarbeiter mit 35 % Grenzsteuersatz rund 28 € Steuern und SV-Beiträge gegenüber gleichwertigem Bruttolohn. Über 12 Monate sind das 600 € netto – die gleiche Wirkung hätte erst ca. 1.350 € Brutto-Gehaltserhöhung. Auch der Arbeitgeber spart Lohnnebenkosten von rund 126 € pro Jahr und Mitarbeiter.
Sachbezug monatlich (gesamt)
126,00 €
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So funktioniert der Sachbezug-Rechner
Der Sachbezug ist ein klassisches Instrument zur Lohnoptimierung: Bis 50 € pro Monat dürfen Arbeitgeber Sachleistungen gewähren, ohne dass Lohnsteuer oder Sozialabgaben anfallen. Geregelt in § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Voraussetzung: Die Leistung wird zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht.
Der Rechner zeigt, wie viel der Mitarbeiter netto spart – und wie viel Bruttolohn nötig wäre, um den gleichen Effekt zu erzielen. Damit lässt sich der Sachbezug fair gegen eine Gehaltserhöhung abwägen.
Formel: Steuer- und SV-Ersparnis
Ersparnis = Sachbezugswert × (Grenzsteuersatz + AN-SV-Anteil)Beispiel: 50 € × (35 % + 21 %) = 28 € pro Monat. Über 12 Monate sind das 336 € rein für den Mitarbeiter. Der Arbeitgeber spart zusätzlich seinen SV-Anteil von ca. 21 % = 126 € pro Jahr und Mitarbeiter.
Rechenbeispiel: 50 € Sachbezug vs. 50 € Bruttolohn
| Position | Sachbezug | Bruttolohn |
|---|---|---|
| Wert | 50,00 € | 50,00 € |
| − Lohnsteuer (35 %) | 0,00 € | −17,50 € |
| − Sozialabgaben (21 %) | 0,00 € | −10,50 € |
| Netto-Wirkung | 50,00 € | 22,00 € |
Differenz: 28 € pro Monat = 336 € pro Jahr Netto-Vorteil für den Mitarbeiter.
Was ändert sich 2026?
- Freigrenze 50 €: unverändert seit 2022 (vorher 44 €). Eine Erhöhung wird politisch diskutiert, ist aber nicht beschlossen.
- Restaurantgutschein: 7,50 € pro Arbeitstag (3,30 € amtlicher Sachbezugswert + 4,20 € steuerfrei).
- Open-Loop-Karten: weiterhin ausgeschlossen seit 2022 – nur geschlossene Akzeptanzstellen erlaubt.
- Aufmerksamkeiten: 60 € pro Anlass, mehrfach pro Jahr nutzbar.
- Inflationsausgleichsprämie: ausgelaufen Ende 2024 – Sachbezug ist die langfristige Alternative.
Typische Fehler beim Sachbezug
- Freigrenze überschritten. Schon 50,01 € löst volle Steuerpflicht aus – inklusive Nachzahlung von Lohnsteuer und SV.
- Geldkarte mit offener Akzeptanz. Open-Loop-Karten gelten als Geld – komplett steuerpflichtig.
- Ersatz statt Zusatz. Wer Bruttolohn in Sachbezug umwandelt, verstößt gegen das ZusätzlichkeitsÂerfordernis – das Finanzamt kassiert nach.
- Sammelmonat. Mehrere Monate auf einmal ausgeben (z. B. 200 € im Januar) übersteigt die Monatsgrenze – immer pro Monat dosieren.
- Keine Dokumentation. Bei Betriebsprüfung muss die Akzeptanzstellenliste nachgewiesen werden.
Praxistipps für Arbeitgeber
Nutzen Sie spezialisierte Anbieter wie Edenred, Spendit, Givve oder Belonio – sie liefern konforme Karten mit Akzeptanzstellen-Listen, Lohnabrechnungs-Schnittstellen und automatischer BelegÂverwaltung. Die Servicegebühr von 1–3 € pro Mitarbeiter und Monat lohnt sich angesichts der Steuerersparnis fast immer.
Kombinieren Sie Sachbezug mit weiteren steuerfreien Komponenten: Erholungsbeihilfe (max. 156 € + 104 € + 52 € pro Jahr für Familie nach § 40 Abs. 2 EStG), Kindergartenzuschuss (steuerfrei nach § 3 Nr. 33 EStG) und Erholungsbeihilfe. So sind 80–120 € steuerfreier Mehrwert pro Mitarbeiter und Monat realistisch.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| 20 € Sachbezug · StKl. I | ≈ 11 € Steuerersparnis |
| 30 € Sachbezug · StKl. I | ≈ 17 € Steuerersparnis |
| 50 € Sachbezug · StKl. I | ≈ 28 € Steuerersparnis |
| 50 € Sachbezug · StKl. III | ≈ 22 € Steuerersparnis |
| 50 € · 12 Monate | ≈ 336 €/Jahr Vorteil |
| 50 € · 12 Monate · 50 MA | ≈ 16.800 €/Jahr Firma |
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 8 EStG – Einnahmen, BMF – FAQ Gutscheine, R 19.6 LStR – Aufmerksamkeiten, SozialversicherungsÂentgeltverordnung