Rechner Welt

Privatrenten-Rechner 2026

Stand April 2026

Bei 200 € / Monat über 30 Jahre und 4 % Rendite (fondsgebunden nach Kosten) ergibt sich ein Endkapital von rund 138.000 €. Mit einem garantierten Rentenfaktor von 22 € pro 10.000 € Kapital folgt eine lebenslange Bruttorente von rund 304 € pro Monat. Steuerlich sind nur 17 % Ertragsanteil (bei Beginn mit 67) steuerpflichtig = 51,68 €. Im Vergleich: ETF-Sparplan mit 6 % Rendite ergäbe 200.000 € Endkapital.

25,00 €2.000,00 €
5 Jahre50 Jahre
0 % p.a.10 % p.a.
5 Jahre40 Jahre

Erwartete Monatsrente

841,16 €

Eigene Beitraege
- 72.000,00 €
Zinsen/Rendite
66.809,88 €
Eigene Beitraege72.000,00 €
Zinsen / Rendite66.809,88 €
Endkapital138.809,88 €
Rentenphase20 Jahre

Welche Vorsorge bevorzugen Sie?

So funktioniert der Privatrenten-Rechner 2026

Der Rechner ermittelt aus Ihrem monatlichen Beitrag, der Laufzeit und der Renditeerwartung das voraussichtliche Endkapital zu Rentenbeginn. Multipliziert mit dem Rentenfaktor ergibt sich die monatliche Bruttorente. Anschließend berechnen wir den steuerpflichtigen Ertragsanteil nach § 22 EStG und vergleichen mit einem ETF-Sparplan.

Drei Varianten möglich: klassisch (Garantiezins 1,0 % seit 2025, Effektivrendite 1,5–2,5 %), fondsgebunden (4–6 % bei breiter ETF-Streuung) und Indexrente (2–3 %, mit Caps gedeckelt).

Formel und Rechenbeispiel

Endkapital = Beitrag × ((1+r)^n − 1) ÷ r Bruttorente = Endkapital × Rentenfaktor / 10.000 Steuerpflichtig = Bruttorente × Ertragsanteil (z.B. 17 % bei Beginn 67)

Beispiel: 200 € × 30 Jahre × 4 % p.a. (= 0,33 % / Monat). Endkapital = 200 × ((1,0033)^360 − 1) ÷ 0,0033 ≈ 138.000 €. Mit Rentenfaktor 22 € pro 10.000 €: 304 € Bruttorente. Steuerpflichtiger Ertragsanteil bei Beginn 67 = 17 % × 304 = 51,68 €. Bei Grundfreibetrag oft 0 € Steuer.

Rechenbeispiel: 200 € / Monat über 30 Jahre

PositionWert
Monatlicher Beitrag200,00 €
Laufzeit30 Jahre
Renditeerwartung (fondsgebunden)4,0 %
Eingezahltes Kapital72.000 €
= Endkapital138.000 €
× Rentenfaktor 22 €/10.000304 €/Monat
davon Ertragsanteil 17 %51,68 €
= Bruttorente lebenslang304 €

Was ändert sich 2026?

  • Garantiezins: 1,0 % seit 1. Januar 2025 (vorher 0,25 %) – klassische Verträge werden wieder rentabler.
  • Ertragsanteile: Stabil nach § 22 EStG. Mit 67 → 17 %, mit 65 → 18 %, mit 60 → 22 %.
  • Halbeinkünfteverfahren: Bei 12-Jahres-Vertrag und Auszahlung ab 62: nur halbe Steuer auf Erträge bei Einmalauszahlung.
  • Vorabpauschale: Bei fondsgebundenen Verträgen wirkt die Vorabpauschale nicht – ein klarer Vorteil gegenüber direktem ETF-Investment.
  • Rentenfaktor-Klauseln: Neue BaFin-Aufsicht achtet auf transparente Garantien – Anbieter müssen den garantierten Rentenfaktor klar im PIB ausweisen.

Privatrente vs. ETF-Sparplan

KriteriumPrivatrenteETF-Sparplan
Rendite (typ.)2–4 % p.a.5–7 % p.a.
Kosten p.a.1,0–2,5 %0,1–0,3 %
Steuer Auszahlung17 % Ertragsanteil26,375 % Abgeltungsteuer
Lebenslange GarantieJaNein (Entnahmeplan)
FlexibilitätGeringSehr hoch

Typische Fehler bei der Privatrente

  • Garantierten Rentenfaktor übersehen. Nur dieser ist verbindlich. Beispielrechnungen mit 30+ €/10.000 € sind unverbindliche Prognosen.
  • Effektivkosten ignorieren. Über 1,5 % p.a. lohnt sich kaum eine fondsgebundene Variante – ETF-Direktinvestment ist meist überlegen.
  • Frühe Kündigung. Abschlusskosten werden in den ersten 5 Jahren verrechnet – wer dann kündigt, verliert oft 50–80 % der Beiträge.
  • Rentenversicherung statt Lebensversicherung. Beide ähneln sich, aber nur die Rentenversicherung garantiert lebenslange Zahlung. Lebensversicherung hat festes Auszahldatum.
  • Hinterbliebenenschutz vergessen. Ohne Beitragsrückgewähr verfällt das Kapital bei Tod vor Rentenbeginn – wichtig für Familien.

Beispielrechnungen

EingabeErgebnis
100 € · 30 J · 2 % (klassisch)ca. 49.000 €
200 € · 30 J · 2 % (klassisch)ca. 99.000 €
200 € · 30 J · 4 % (fondsgebunden)ca. 138.000 €
300 € · 30 J · 4 % (fondsgebunden)ca. 207.000 €
200 € · 30 J · 6 % (ETF-Sparplan)ca. 200.000 €
500 € · 25 J · 5 % (fondsgebunden)ca. 297.000 €

Haeufige Fragen

Die private Rentenversicherung (Schicht 3 nach § 20 EStG) ist eine freiwillige Altersvorsorge ohne staatliche Förderung. Sie zahlen Beiträge aus versteuertem Einkommen ein und erhalten ab Rentenbeginn eine lebenslange Monatsrente oder eine Einmalauszahlung. Es gibt drei Hauptvarianten: klassische Rentenversicherung (mit Garantiezins), fondsgebundene Rentenversicherung (mit ETF-/Fondsanteilen) und Indexrente (Rendite gekoppelt an Aktienindex).
Bei lebenslanger Rentenzahlung gilt die günstige Ertragsanteilsbesteuerung nach § 22 Nr. 1 Satz 3a bb EStG. Der steuerpflichtige Ertragsanteil hängt vom Rentenbeginnalter ab: Mit 60 → 22 %, mit 65 → 18 %, mit 67 → 17 %, mit 70 → 15 %. Bei einer Privatrente von 500 € mit Beginn 67 sind also nur 85 € im zu versteuernden Einkommen – meist deutlich unter dem Grundfreibetrag. Bei Einmalauszahlung gilt das Halbeinkünfteverfahren bei 12-Jahres-Vertrag und Auszahlung ab 62.
Im Vergleich zum ETF-Sparplan verliert die klassische Privatrente meist – Rendite nach Kosten oft 1,5–2,5 % vs. 5–7 % beim ETF. Vorteil: lebenslange Garantie, Schutz vor Langlebigkeitsrisiko, günstige Ertragsanteilsbesteuerung. Lohnt sich vor allem für Langlebige, Sicherheitsorientierte und Ergänzung zu Aktien-Vorsorge. Die fondsgebundene Variante kann mit dem ETF mithalten, wenn Effektivkosten unter 0,8 % p.a. liegen.
Bei 200 € / Monat über 30 Jahre bei 4 % Rendite (fondsgebunden, nach Kosten) ergibt sich ein Endkapital von rund 138.000 €. Mit einem Rentenfaktor von 28 € pro 10.000 € Kapital ergibt das eine monatliche Rente von rund 386 €. Klassische Variante bei 2 % Rendite: rund 99.000 € Kapital → 277 € Rente. Bei 80 J Lebenserwartung statistisch 13 Jahre Rentenbezug = 60.000 € (klassisch) bzw. 60.300 € (fondsgebunden) Auszahlung – Renditebooster ist die Langlebigkeit.
Der Rentenfaktor sagt, wie viel Euro Rente Sie pro 10.000 € Kapital lebenslang bekommen. 2026 typisch: garantierter Rentenfaktor 18–22 €, prognostizierter (nicht garantierter) Faktor 28–35 €. Bei Auszahlung gilt der jeweils aktuelle Wert – meist niedriger als bei Vertragsabschluss versprochen. Achten Sie auf die garantierten Werte (verbindlich) statt auf Beispielrechnungen mit Überschussbeteiligung.
Riester ist staatlich gefördert (300 € Grundzulage + 300 € pro Kind ab 2008) und in der Sparphase steuerlich absetzbar bis 2.100 € / Jahr – im Gegenzug volle nachgelagerte Besteuerung. Privatrente: keine Förderung, aber günstige Ertragsanteilsbesteuerung im Alter. Riester lohnt sich vor allem für Familien (Zulagen) und Geringverdiener; Privatrente für Selbständige und Gutverdiener ohne Riester-Anspruch.
Vier Kostenblöcke: (1) Abschlusskosten (alpha) – meist 2,5–4 % der Beitragssumme, in den ersten 5 Jahren verrechnet. (2) Verwaltungskosten (beta) – 5–10 % jeder Prämie. (3) Stückkosten (gamma) – fix 1–3 € / Monat. (4) Kapitalanlagekosten – 0,5–1,5 % p.a. der Sparbeiträge. Effektivkostenquote (PIB-Pflichtangabe seit 2017) sollte unter 1,5 % p.a. liegen, ideal unter 1 %.
Mathematisch: Break-even bei rund 18–22 Rentenjahren – wer länger lebt, fährt mit der Rente besser. Die meisten Verträge bieten ein Wahlrecht zu Rentenbeginn. Steuerlich: Einmalauszahlung bei 12-Jahres-Vertrag und Auszahlung ab 62 → halbe Steuer auf Erträge. Lebenslange Rente → nur Ertragsanteil 17 % steuerpflichtig. Hybrid-Lösung: 30 % einmalig (für Anschaffungen, Altschulden), 70 % als Rente.
Der Rechner ermittelt: (1) Endkapital aus Beitrag, Laufzeit und Rendite (Annuitätenformel), (2) Bruttorente nach Rentenfaktor, (3) Steuerpflichtigen Ertragsanteil nach Tabelle § 22 EStG, (4) Vergleich mit ETF-Sparplan. Effektivkosten werden geschätzt – verbindlich bleibt das Produktinformationsblatt (PIB) gemäß § 7 VVG-InfoV des konkreten Anbieters.
Die Indexrente kombiniert klassische Garantie mit Aktienchance: Garantiezins auf den Sparanteil (1 % seit 2025), zusätzlich jährliche Beteiligung am Aktienindex (z. B. EuroStoxx 50). Bei positiver Indexentwicklung wird die Rendite gutgeschrieben (oft mit Cap z. B. 25 %), bei negativer Entwicklung droht 0 % Verlust (Lock-in). Klingt attraktiv, ist aber meist intransparent – häufig Caps von 2–4 % pro Monat statt einer „echten“ Indexbeteiligung.

Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.

Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: § 22 EStG – Ertragsanteilsbesteuerung, § 7 VVG-InfoV – Pflicht-PIB, BaFin – Verbraucherinformation Lebens- und Rentenversicherung, Verbraucherzentrale – Private Rentenversicherung