Break-Even-Rechner 2026
Stand April 2026Bei Fixkosten von 30.000 €, einem Verkaufspreis von 50 € und variablen Stückkosten von 20 € liegt der Break-Even bei 1.000 Stück bzw. 50.000 € Umsatz. Deckungsbeitrag pro Stück: 30 € (DB-Quote 60 %). Jedes weitere Stück bringt vollen 30 € Gewinn. Formel: Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag = 30.000 ÷ 30 = 1.000.
Break-Even-Menge
167Stueck
Formel:
Break-Even = Fixkosten / (Preis - variable Kosten)
Naechster Schritt
Wo liegt Ihre DB-Quote typischerweise?
So funktioniert der Break-Even-Rechner
Der Rechner nutzt die klassische Deckungsbeitragsrechnung, wie sie in der Betriebswirtschaftslehre als Standard gilt. Sie geben drei Werte ein: periodische Fixkosten, Verkaufspreis pro Einheit und variable Stückkosten. Daraus berechnet der Rechner die Gewinnschwelle in Stück und Euro, den Deckungsbeitrag je Einheit, die DB-Quote sowie die Sicherheitsstrecke.
Die Break-Even-Analyse ist das Grundwerkzeug für Preis-, Sortiments- und Investitionsentscheidungen. Banken verlangen sie im Businessplan, Controlling nutzt sie für Monatsabschlüsse, Gründer prüfen damit die Tragfähigkeit ihrer Idee.
Die Break-Even-Formel
Die Kernformel der Deckungsbeitragsrechnung lautet:
Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ (Preis − variable Stückkosten)
Break-Even-Umsatz = Fixkosten ÷ DB-Quote
Deckungsbeitrag (DB) = Preis − variable Kosten
DB-Quote = DB ÷ Preis × 100Herleitung: Im Break-Even gilt Umsatz = Gesamtkosten. Preis × Menge = Fixkosten + variable Kosten × Menge → Menge × (Preis − variable Kosten) = Fixkosten → Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag. Die Formel gilt unter der Annahme linearer Kosten- und Erlöskurven.
Rechenbeispiel: Online-Shop mit Kaffeemühlen
| Position | Wert |
|---|---|
| Fixkosten (Jahr) | 60.000 € |
| Verkaufspreis netto | 150 € |
| − Einkauf Lieferant | 60 € |
| − Verpackung + Versand | 8 € |
| − Zahlungsgebühr 2 % | 3 € |
| Variable Kosten / Stück | 71 € |
| Deckungsbeitrag / Stück | 79 € |
| DB-Quote | 52,7 % |
| Break-Even-Menge | 760 Stück |
| Break-Even-Umsatz | 114.000 € |
Pro Monat: 760 ÷ 12 = 64 Stück. Bei 80 Stück pro Monat (geplant) = 960 Stück / Jahr → Sicherheitsstrecke 21 %, knapper Puffer.
Sicherheitsstrecke und Szenarien
Die Sicherheitsstrecke zeigt, wie viel Luft zwischen Ihrem Plan-Umsatz und dem Break-Even liegt:
Sicherheitsstrecke = (Plan-Umsatz − Break-Even-Umsatz) ÷ Plan-Umsatz × 100- Unter 10 % – kritisch, minimale Umsatzschwankung führt in die Verlustzone
- 10 – 20 % – angespannt, aktives Gegensteuern nötig
- 20 – 40 % – solide, operative Arbeit möglich
- Über 40 % – komfortabel, Spielraum für Investitionen
Banken verlangen typischerweise mindestens 20 % Sicherheitsstrecke, bevor sie eine Finanzierung zusagen. Investoren wollen mindestens 30 %.
Typische Fehler bei der Break-Even-Analyse
- Fixkosten unvollständig. Viele vergessen Buchhaltung, Steuerberater, Weiterbildung, Versicherungen, Rücklagen. Faustregel: nochmal 15 % auf die offensichtliche Fixkostensumme addieren.
- Variable Kosten zu optimistisch. Retouren, Zahlungsausfälle, Provisionen und kleine Extras (Geschenkverpackung, Umtausch) addieren sich. Pro Stück 10 % Puffer.
- Preis vor Umsatzsteuer. Immer mit Netto-Preis rechnen. USt ist Durchlaufposten, nicht Gewinn.
- Nur ein Produkt betrachtet. Bei Sortimenten Durchschnitts-DB-Quote bilden oder Break-Even pro Produkt rechnen. Quersubventionierung erkennen.
- Sprungfixe Kosten ignoriert. Bei 500 Stück Kapazitätsgrenze erreicht? Dann wird ein neuer Produktionsplatz nötig – die Fixkosten springen hoch und der Break-Even verschiebt sich neu.
Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
In der einfachen Form wird mit nur einer Fixkostenstufe gerechnet. In der Praxis teilt man Fixkosten in produktbezogen (z. B. Formen, Lizenzen), produktgruppenbezogen (z. B. Abteilung), unternehmensbezogen(z. B. Geschäftsführung). Daraus ergeben sich drei DB-Stufen:
- DB I = Umsatz − variable Kosten
- DB II = DB I − produktfixe Kosten
- DB III = DB II − produktgruppenfixe Kosten
- Ergebnis = DB III − unternehmensfixe Kosten
Die mehrstufige Rechnung deckt auf, wo Quersubventionierung zwischen Produkten passiert. Für KMU meist ausreichend, für größere Unternehmen Pflicht.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| Fix 10.000 € · Preis 25 € · var 10 € | 667 Stück · 16.675 € |
| Fix 30.000 € · Preis 50 € · var 20 € | 1.000 Stück · 50.000 € |
| Fix 30.000 € · Preis 55 € · var 20 € | 857 Stück · 47.135 € |
| Fix 30.000 € · Preis 50 € · var 15 € | 857 Stück · 42.850 € |
| Fix 100.000 € · Preis 200 € · var 50 € | 667 Stück · 133.400 € |
| Fix 80.000 € · Stundensatz 120 € · var 10 € | 727 Stunden · 87.240 € |
Haeufige Fragen
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: Wöhe – Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Gabler Wirtschaftslexikon – Break-Even-Analyse, IHK – Kalkulation und Controlling, Statistisches Bundesamt – Kostenstrukturerhebung