Leasing-Rechner 2026
Stand April 2026VW Golf, Listenpreis 30.000 €, Restwert 16.500 € (55 %) nach 36 Monaten, Leasingzins 5,5 % effektiv, ohne Anzahlung: rund 267 €/Monat. Leasingfaktor: 0,89 – marktüblich gut. Mit 5.000 € Anzahlung sinkt die Rate auf ca. 128 €/Monat. Vollkosten inkl. Vollkasko, Steuer, Sprit (15.000 km): rund 580 €/Monat.
Leasing-Gesamtkosten
16.400,00 €
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So funktioniert der Leasing-Rechner
Leasing ist im Kern eine langfristige Vermietung mit garantiertem Rückgabewert. Sie zahlen den Wertverlust der Nutzungszeit plus Refinanzierungskosten – nicht den vollen Fahrzeugwert. Der Rechner ermittelt aus Listenpreis, kalkuliertem Restwert, Laufzeit und Leasingzins die monatliche Rate sowie den Leasingfaktor als Vergleichsmaß.
Berechnungsformel
Rate = ((Listenpreis − Anzahlung) × Annuitätsfaktor) − (Restwert × Diskontfaktor)Vereinfacht: Rate = (Listenpreis − Restwert + Zinskosten) ÷ Laufzeit (Monate).Beispiel: 30.000 € − 16.500 € = 13.500 € Wertverlust + ca. 2.100 € Zinskosten über 36 Monate = 15.600 € ÷ 36 = 433 €. In der Praxis liegen die meisten Privatkundentarife darunter, weil Hersteller subventionieren und Restwerte konservativ ansetzen.
Leasingfaktor verstehen
Der Leasingfaktor ist die wichtigste Vergleichskennzahl: Monatsrate ÷ Bruttolistenpreis × 100. Je niedriger, desto besser. Bewertung 2026:
- < 0,5: Top-Aktion, oft bei Tageszulassungen oder E-Auto-Sondertarifen
- 0,5–0,8: Sehr gut
- 0,8–1,2: Marktüblich
- > 1,2: Teuer – Verhandlung oder Alternative prüfen
Achtung: Anzahlung verzerrt den Faktor. Nehmen Sie für den ehrlichen Vergleich den effektiven Leasingfaktor: (Rate + Anzahlung ÷ Laufzeit) ÷ Listenpreis × 100.
Kilometer- vs. Restwertleasing
Beim Kilometerleasing rechnen Sie nur Mehr- oder Minderkilometer ab. Typische Sätze: 8–14 ct/km für Mehr, 4–7 ct/km Erstattung für Minder. Risiko überschaubar.
Beim Restwertleasing garantieren Sie einen festen Restwert. Liegt der reale Marktwert nach Vertragsende darunter, müssen Sie die Differenz nachzahlen – kann bei einbrechenden Märkten (Diesel-Skandal, E-Auto-Crash) mehrere Tausend Euro kosten. Für Privatkunden in der Regel zu riskant – nur für Gewerbliche mit Insolvenzschutz.
Leasing oder Kauf – wann lohnt was?
Leasing lohnt sich bei: kurzer Nutzungsdauer (3–4 Jahre), häufigem Modellwechsel, Kalkulationssicherheit (Vollkasko inkl., feste Rate), gewerblicher Nutzung (Vollkostenabzug), Bedarf an aktueller Technik (Assistenzsysteme, E-Antrieb).
Kauf lohnt sich bei: langer Haltedauer (8+ Jahre), niedriger Fahrleistung, hoher Pflege des Fahrzeugs, Wunsch nach Eigentum, E-Auto-Förderung an Halter geknüpft. Über 8 Jahre summiert sich die Leasingrate auf 80–120 % des Neupreises – Kauf ist dann fast immer günstiger.
Tipps und Fallstricke
- Verbindliche Endabrechnung: Vor Vertragsabschluss klären, wie Mehrkilometer, Schäden und Wartungslücken berechnet werden.
- Wartung beim Vertragspartner: Häufig Pflicht – sonst entfällt die Herstellergarantie und es drohen Rückgabeprobleme.
- GAP-Versicherung: 40–80 €/Jahr, aber im Totalschadensfall oft mehrere Tausend Euro Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restleasingwert abgedeckt.
- Bei Rückgabe Wagen prüfen lassen: DEKRA-Check ca. 100 € – kleinere Schäden meist günstiger selbst zu reparieren als über die Leasing-Werkstatt abrechnen zu lassen.
- Kein Storno möglich: Leasingverträge sind Dauerschuldverhältnisse – vorzeitige Auflösung kostet die Restraten plus Bearbeitungsgebühr.
Beispielrechnungen
| Eingabe | Ergebnis |
|---|---|
| Kleinwagen 20.000 € · 36 Mon · 0 € AZ | ~190 €/Mon |
| VW Golf 30.000 € · 36 Mon · 0 € AZ | ~267 €/Mon |
| VW Golf 30.000 € · 36 Mon · 5.000 € AZ | ~128 €/Mon |
| BMW 3er 50.000 € · 48 Mon · 5.000 € AZ | ~410 €/Mon |
| Tesla Model 3 · 45.000 € · 36 Mon (Aktion) | ~289 €/Mon |
| Premium-SUV · 75.000 € · 48 Mon · 10.000 € AZ | ~620 €/Mon |
Haeufige Fragen
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Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), BFH IV R 35/12 – Sonderzahlung Leasing, BMF – Steuerliche Behandlung Leasing, Verbraucherzentrale – Leasing für Privatkunden