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Photovoltaik-Rechner 2026

Stand April 2026

Eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für 22.000 € in Süddeutschland erzeugt 2026 etwa 10.500 kWh pro Jahr. Bei 65 % Eigenverbrauch (37 Cent/kWh) und Einspeisevergütung 7,94 Cent/kWh ergibt das 2.822 € Jahresersparnis. Amortisation nach 8 – 10 Jahren, Rendite über 20 Jahre rund 6,5 % p. a. – deutlich über Festgeld. Nullsteuersatz seit 2023 macht die MwSt-Belastung überflüssig.

2 kWp30 kWp
3.000,00 €50.000,00 €
0 %80 %
20 ct/kWh50 ct/kWh

Jaehrlicher Ertrag

1.594,60 €

Eigenverbrauch
1.050,00 €
Einspeisung
- 544,60 €
Anlagenkosten
- 12.000,00 €
Stromertrag/Jahr10.000 kWh
Eigenverbrauch-Ersparnis1.050,00 €/Jahr
Einspeiseverguetung544,60 €/Jahr
Verguetungssatz7.78 ct/kWh
Amortisation7.5 Jahre
Gewinn (20 Jahre)19.892,00 €

Wie planen Sie Ihre PV-Anlage?

So funktioniert der PV-Rechner

Der Rechner kalkuliert die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage auf Basis von DWD-Einstrahlungsdaten, regionalen Besonderheiten und individueller Konfiguration. Sie geben die Anlagengröße, Ausrichtung, Speicher (optional) und Ihren Jahresstromverbrauch ein – der Rechner ermittelt Jahresertrag, Einsparung, Einspeiseerlös, Amortisationszeit und 20-Jahres-Rendite.

Die Berechnung berücksichtigt den Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG) beim Kauf, die aktuelle Einspeisevergütung nach EEG 2023 inklusive halbjährlicher Degression, die Steuerbefreiung der Einnahmen (§ 3 Nr. 72 EStG bis 30 kWp), typische Strompreis­steigerungen und die Moduldegradation von 0,5 % pro Jahr.

Zentrale Formeln

Jahresertrag  = kWp × spezifischer Ertrag (850 – 1.180 kWh/kWp)

Eigenverbrauchsersparnis
              = Eigenverbrauch_kWh Ă— Strompreis_EUR

Einspeiseerlös = Einspeisung_kWh × Vergütung (0,0794 €/kWh 2026)

Amortisation  = Investition Ă· Jahresersparnis

20-J-Rendite  = IRR(Zahlungsreihe 20 J.)

Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage, Raum Stuttgart (1.100 kWh/kWp), 4.000 kWh Haushaltsverbrauch, 10-kWh-Speicher, 65 % Eigenverbrauch. Jahresertrag 11.000 kWh. Eigenverbrauch: 4.000 × 0,65 = 2.600 kWh × 0,37 = 962 €. Einspeisung: 8.400 kWh × 0,0794 = 667 €. Gesamt 1.629 €/Jahr. Investition 22.000 € → Amortisation 13,5 Jahre – bei Strompreissteigerung von 2 %/Jahr verkürzt sich das auf 11 Jahre.

Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage mit Speicher

PositionBetrag
Anlagengröße10 kWp + 10 kWh Speicher
Investition (inkl. Montage)22.000 €
Jahresertrag10.500 kWh
Eigenverbrauch (65 %)6.825 kWh × 0,37 €
Einspeisung (35 %)3.675 kWh × 0,0794 €
Jahresersparnis2.822 €
Amortisation8 – 10 Jahre

Steuerliche Behandlung 2026

  • Nullsteuersatz beim Kauf (§ 12 Abs. 3 UStG): 0 % MwSt auf Lieferung und Montage von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden.
  • Einkommensteuer-Befreiung (§ 3 Nr. 72 EStG): Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp sind komplett einkommensteuerfrei, keine Gewinnermittlung nötig.
  • Gewerbesteuer: Erst ab 5.000 € Gewerbeertrag relevant – fĂĽr private Hausanlagen i. d. R. nie.
  • Grundsteuer: PV-Anlagen zählen als Zubehör und erhöhen den Einheitswert nicht relevant. Keine Ă„nderung.

Typische Fehler bei der PV-Planung

  • Anlage zu klein dimensionieren. Jedes kWp zusätzlich kostet proportional weniger und erhöht den Einspeiseanteil. Faustregel: mindestens 8 – 10 kWp.
  • Speicher zu groĂź wählen. Mehr als 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch lohnt sich selten – der Grenznutzen sinkt.
  • Wärmepumpe und E-Auto vergessen. Beide erhöhen den Eigenverbrauch drastisch und verbessern die Wirtschaftlichkeit.
  • Nur Amortisation betrachten. Auch danach läuft die Anlage 10 – 15 weitere Jahre – die echte Rendite kommt erst in Jahren 10 – 25.
  • Ost-West-Dächer abschreiben. Sie erreichen 85 % vom SĂĽd-Ertrag bei besserer Tagesverteilung – fĂĽr Eigenverbrauch oft vorteilhaft.

Was ändert sich 2026?

Solarpaket I hat 2024 die Rahmenbedingungen deutlich verbessert – Balkonkraftwerke, Mieterstrom und Ausbaugeschwindigkeit. 2026 wirken sich diese Erleichterungen weiter aus. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 %, was die Wirtschaftlichkeit langsam zugunsten des Eigenverbrauchs verschiebt. Strompreise bleiben mit 36 – 38 Cent / kWh hoch – der wichtigste Treiber für PV-Wirtschaftlichkeit bleibt also intakt. Wer 2026 kauft, amortisiert typischerweise in 9 – 12 Jahren, bei Wärmepumpen- oder E-Auto-Kombination deutlich schneller.

Beispielrechnungen

EingabeErgebnis
5 kWp · kein Speicher · SüdAmortisation ~12 J.
8 kWp · 6-kWh-SpeicherAmortisation ~10 J.
10 kWp · 10-kWh-Speicher · SüdAmortisation ~9 J.
10 kWp · Ost-WestErtrag 85 % von Süd
15 kWp · 15-kWh-SpeicherRendite ~7 % p. a.
Balkonkraftwerk 800 WAmortisation 3 – 5 J.

Haeufige Fragen

Im Bundesdurchschnitt erzeugt eine Photovoltaikanlage 950 – 1.100 kWh pro kWp und Jahr. Süddeutschland (München, Freiburg) kommt auf 1.100 – 1.180 kWh/kWp, Norddeutschland (Hamburg, Rostock) auf 900 – 1.000 kWh/kWp. Eine typische 10-kWp-Anlage produziert damit 9.500 – 11.000 kWh Strom pro Jahr. Entscheidende Faktoren: Dachneigung (optimal 30 – 35°), Ausrichtung (Süd = 100 %, Ost/West je ca. 85 %), Verschattung und Modultechnologie (moderne Module: bis zu 22 % Wirkungsgrad).
Schlüsselfertig liegen die Anlagenpreise 2026 bei etwa 1.150 – 1.700 € pro kWp inkl. Mehrwertsteuer – abhängig von Größe, Hersteller und Montageaufwand. Eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher: 12.000 – 17.000 €. Mit 10-kWh-Speicher: 19.000 – 27.000 €. Seit 1. Januar 2023 gilt der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG) für private Anlagen bis 30 kWp – die MwSt fällt komplett weg. Förderungen über KfW 270 (zinsgünstiger Kredit) sind möglich.
Für Anlagen bis 10 kWp (Teileinspeisung): 7,94 Cent/kWh; Volleinspeisung: 12,60 Cent/kWh (Stand § 48 EEG 2023, halbjährliche Degression um 1 % ab 2024). Anlagen 10 – 40 kWp: 6,88 / 10,56 Cent/kWh. Die Vergütung ist 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert. Für 2026 neu: Marktprämie statt fester Einspeisevergütung bei Anlagen über 100 kWp. Wichtiger als Einspeisevergütung ist der Eigenverbrauch – er spart 30 – 40 Cent/kWh (Strompreis) statt 8 Cent einzunehmen.
Die Amortisationszeit liegt 2026 typischerweise bei 9 – 13 Jahren – deutlich kürzer als die Lebensdauer (25 – 30 Jahre). Entscheidend: Strompreisniveau (2026 ca. 37 Cent/kWh), Eigenverbrauchsanteil (ohne Speicher ca. 30 %, mit Speicher 60 – 80 %), Anlagenpreis (fallende Tendenz), Einspeisevergütung. Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage für 15.000 €, 10.000 kWh/Jahr Ertrag, 30 % Eigenverbrauch à 37 Cent = 1.110 € gespart, 7.000 kWh Einspeisung × 0,08 € = 560 €, gesamt 1.670 €/Jahr → Amortisation in 9 Jahren.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von rund 30 % auf 60 – 80 %. Aktuelle Batteriepreise 2026: 600 – 900 € pro kWh nutzbarer Kapazität. Für 10 kWh Speicher also 6.000 – 9.000 € Zusatzinvestition. Wirtschaftlich lohnt sich das, wenn der gespeicherte Strom mindestens 17 – 20 Cent/kWh kostet (Speicherkosten über Lebensdauer 6.000 Zyklen). Bei 37 Cent/kWh Strompreis ist der Speicher klar profitabel – Amortisation 10 – 13 Jahre. Zusätzlicher Nutzen: Notstromfähigkeit bei geeigneten Wechselrichtern.
Seit 2022 sind Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp (bei Mehrfamilienhäusern 15 kWp je Einheit, max. 100 kWp/Person) einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Eine Gewerbeanmeldung ist meist nicht nötig. Wer unter der Grenze liegt, muss keine Steuererklärung für die Anlage abgeben. Über 30 kWp oder bei gewerblicher Nutzung: Gewinnermittlung (EÜR), Gewerbesteuer erst ab 5.000 € Gewinn. Die Umsatzsteuerbefreiung (Nullsatz beim Kauf) gilt für alle Anlagen auf Wohngebäuden.
Balkonkraftwerke (steckerfertig, max. 800 W) kosten 300 – 800 € und produzieren 600 – 900 kWh/Jahr. Ohne Speicher ca. 100 – 150 € Stromersparnis/Jahr, Amortisation 3 – 6 Jahre. Ideal für Mieter und kleine Balkone. Eine Dach-PV liefert 10 – 30x mehr Ertrag bei 25 – 40x höheren Kosten – also ähnliche Wirtschaftlichkeit, aber höhere absolute Ersparnis. Seit Mai 2024 gelten vereinfachte Anmelde-Regeln (§ 8 EEG): nur noch Marktstammdatenregister, kein Netzbetreiber.
Bundesweit: KfW-Programm 270 (zinsgünstiger Kredit ab 4,06 % effektiv, 2026), Nullsteuersatz beim Kauf (§ 12 Abs. 3 UStG), einkommensteuerfreie Erträge bis 30 kWp (§ 3 Nr. 72 EStG). Regional teilweise Zuschüsse: NRW (Progres.NRW), Baden-Württemberg (BW-Netzdienliches PV + Speicher bis 1.500 €), Berlin (Solar-Plus-Programm), München (Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude). Für Speicher gibt es in einigen Ländern bis zu 300 €/kWh Zuschuss. Kombinierbar meistens mit KfW-Kredit.
Wichtigste Änderungen: (1) Halbjährliche Degression der Einspeisevergütung um 1 % (schon seit 2024). (2) Solarpaket I (in Kraft seit Mai 2024) – vereinfachte Anmeldung von Balkonkraftwerken, schnellere Zertifizierung für Anlagen bis 30 kWp, günstigere Bedingungen für Mieterstrom. (3) Neue PV-Strategie: Verdopplung des Ausbautempos auf 22 GW pro Jahr. Am Nullsteuersatz und der Einkommensteuerbefreiung ändert sich 2026 nichts. Strompreise bleiben 2026 voraussichtlich bei 36 – 38 Cent/kWh – der wichtigste Hebel für PV-Wirtschaftlichkeit.
Der Rechner kalkuliert Erträge auf Basis regionaler Einstrahlungsdaten des DWD, berücksichtigt Ausrichtung (Azimut) und Neigung, standardmäßig 0,5 % jährliche Degradation der Module und aktuelle Einspeisevergütungen nach § 48 EEG. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung nutzt einen Strompreisanstieg von 2 %/Jahr und den Nullsteuersatz beim Kauf. Abweichungen zur tatsächlichen Anlage ergeben sich durch Verschattung, Modulqualität und individuelle Stromtarife – für die Planung liefert der Rechner eine belastbare Schätzung mit ±10 % Genauigkeit.

Ohne Gewaehr. Alle Angaben sind unverbindlich und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Betreiber ist keine Rechtsanwaltskanzlei, Steuerberatungs- oder Finanzdienstleistungsgesellschaft i.S.d. RDG / StBerG / KWG.

Letzte Aktualisierung: April 2026 | Quellen: EEG 2023 – Einspeisevergütung, § 12 Abs. 3 UStG – Nullsteuersatz Photovoltaik, Bundesnetzagentur – Smard Strommarktdaten, BMWK – Solarpaket und PV-Ausbau